# Der Badeort Domburg
Die Halbinsel Walcheren ist ein Feriengebiet mit zahlreichen Möglichkeiten. Hier findet man nicht nur Erholung in der Natur in den wundervollen Dünen, Stränden, Wäldern und Polderlandschaften, sondern auch kulturelle Höhepunkte in den historischen Städten sowie den verschiedensten Museen und Ausstellungen. Dieser Erholungsfaktor wird durch ausgedehnte Sport- und Freizeitmöglichkeiten, z.B. in den ausgedehnten Wassersportgebieten, vervollständigt.

Besucher haben ihre helle Freude an den pittoresken Orten Domburg und Oostkapelle. Es gibt schöne und breite Strände und die Qualität des Meerwassers ist überall sehr gut (s. Link „Home“). Die Übernachtungsmöglichkeiten sind ausgezeichnet. Zudem bietet der überdeckte Freizeitpark “Hof Domburg” eine Kombination von Kur, Entspannung und Erholung.
Und für diejenigen, die sich nicht allzu sehr anstrengen wollen, gibt es verschiedene Wander- und Radwege, die durch die vielseitige Dünenlandschaft und die alten Wälder führen.

Domburg kann als einer der ältesten Orte der Provinz Zeeland angesehen werden. Die Römer weihten dort schon der lokalen Göttin Nehalennia einen Tempel. Die damaligen Niederlassungen lagen dabei näher zum Meer hin. Reste dieses Tempels wurden 1647 an der Küste gefunden, mehr als dreihundert Meter von der heutigen Niedrigwassermarke entfernt. Bei der Entdeckung des Tempels wurden einige Votivtafeln gefunden. Aus den Inschriften dieser Tafeln wird deutlich, dass die Römer diese Tafeln der Göttin Nehalennia als Geschenk darbrachten, zum Dank für eine sichere Überfahrt nach England. Einige dieser Funde sind im Zeeuws Museum (Zeeländisches Museum) in Middelburg ausgestellt. Nach dem Abzug der Römer finden sich in diesem Gebiet über mehrere Jahrhunderte keine Spuren menschlicher Niederlassungen mehr. Die gegenwärtige Stadt muss um eine Festung im 9. Jahrhundert n. Chr. entstanden sein. Diese Festung befand sich an der Stelle, die heute “t Groentje” genannt wird.

Das Domburg jener Zeit muss sich ziemlich schnell zu einem bedeutungsvollen Ort entwickelt haben. Ursprünglich, um 1100, war er als Standort für ein Kloster gewählt worden, bis einige Jahre später die Mönche nach Middelburg wegzogen. Im Jahre 1223, nur wenige Jahre nach Middelburg, erhielt Domburg Stadtrecht. Domburg ist jedoch nie eine richtige Stadt geworden. Sehr wenig erinnert an die frühe Vergangenheit: einmal das Rathaus am Markt, das in seiner gegenwärtigen Form 1567 fertiggestellt wurde, und zum zweiten das älteste Dorfgasthaus “De Rooie Leeuw” (Der Rote Löwe). 

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war Domburg ein Dorf wie alle übrigen Dörfer auf Walcheren. Zu jener Zeit kam dann das Baden im Meer in Mode. Und so wurde auch Domburg als Seebad entdeckt. Im Jahre 1834 wurden hier die ersten Seebäder genommen, die als sehr heilsam empfunden wurden. Bereits 1866 begann man mit dem Bau des Bad Hotels. 1899 wurde der Bad Pavillon gebaut; andere Hotels und Villen folgten. Domburg wurde zu einem Seebad von Rang. Zahlreiche Mitglieder deutscher Fürstenhäuser waren regelmäßige Gäste. Eine bedeutende Rolle spielte Dr. J. G. Mezger. Dieser Arzt, der 1887 nach Domburg kam, verschrieb seinen Patienten sowohl Massagen als auch Seebäder. Seine Büste befindet sich am “t Groentje”. Eine seiner berühmtesten Patientinnen war die rumänische Königin Carmen Sylva. Die Villa, in der sie zu logieren pflegte, trägt ihren Namen. Um die Jahrhundertwende wurde Domburg auch ein Anziehungspunkt für Maler; Namen wie Jan und Charley Toorop, Piet Mondriaan, Schelfhout und viele andere sind heute noch in aller Munde.

Die Villen und Landhäuser sind Überbleibsel jener Zeit. Wenn Sie Domburg besuchen, dürfen Sie einen Besuch des “Hoge Hil” nicht versäumen. Vom Dorfmittelpunkt aus gehen Sie südwestwärts über einen Wanderpfad in den Dünen zu dieser Hügelspitze. Von hier aus können Sie dann einen wunderbaren Panoramablick genießen. An der Landseite sehen Sie die Türme der Städte und Dörfer Walcherens – und an der Seeseite kann man bei guter Sicht sogar die Küste von Belgien und Schouwen sehen.

Für Sportliebhaber bietet Domburg und Umgebung zahlreiche Möglichkeiten. Nicht nur für Schwimmer ist die Nordsee sehr attraktiv, sondern auch für Sportfischer. Für Surfer sind spezielle Strände ausgewiesen. Am Strand “Noorduine” finden Sie den besten Surfstrand der Niederlande. Das Veerse Meer bietet sowohl Surfern (Surfschule) als auch Sportfischern exzellente Möglichkeiten. Des weiteren eignet sich Walcheren ausgezeichnetes für Wander- und  Radtouren. 

Zusätzlich besitzt Domburg einige Tennisbahnen, einen 9-Loch-Golfplatz, einen Minigolf-Platz und ein subtropisches Schwimmparadies („De Parel“). In der direkten Umgebung finden Sie einige Ställe, in denen Sie Pferde mieten können, z.B. für Strandritte.

Wie sie sehen, hat Domburg seinen Urlaubern nicht nur in der Hochsaison, sondern auch in der Vor- und Nachsaison, viel zu bieten. Dabei sind die Vor- und Nachsaisonpreise für den Geldbeutel oftmals günstiger. Wenn Sie statt Hektik die erholsame Stille der Natur suchen, dann bietet Ihnen Domburg genau das, was Sie brauchen.

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