#Sehenswürdigkeiten in Domburg
Domburg hat eine lange und berühmtberüchtigte Vergangenheit. Lange daher, da Domburg einer der ersten bewohnten Plätze der Niederlande war; berühmtberüchtigt deshalb, da bereits zu Zeiten Kaiser Karls des Grossen eine Burg zur Abwehr gegen die Wikinger existierte. Domburg war grafschaftliche Kleinstadt, internationaler Kurort und ein Treffpunkt berühmter Maler und noch vieles mehr. Diese Vergangenheit hat natürlich ihre Spuren hinterlassen. Auf dieser Seite finden Sie einige Sehenswürdigkeiten, die Sie in Domburg besichtigen können, chronologisch geordnet und mit einigen Erklärungen und Informationen versehen.

Nehalennia
Die Römer weihten der lokalen Göttin Nehalennia einen Tempel. Die damaligen Niederlassungen lagen dabei näher zum Meer hin. Reste dieses Tempels wurden 1647 an der Küste gefunden, mehr als dreihundert Meter von der heutigen Niedrigwassermarke entfernt. Bei der Entdeckung des Tempels wurden einige Votivtafeln gefunden. Aus den Inschriften dieser Tafeln wird deutlich, dass die Römer diese Tafeln der Göttin Nehalennia als Geschenk darbrachten, zum Dank für eine sichere Überfahrt nach England. Einige dieser Funde sind im Zeeuws Museum (Zeeländisches Museum) in Middelburg ausgestellt.

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Karolingsche burg
Diese Burg aus den Zeiten Karls des Grossen ist weniger eine Sehenswürdigkeit, als vielmehr ein wichtiges Stück Vergangenheit der Stadt Domburg. Im frühen Mittelalter hat am Platz des heutigen Platzes „'t Groentje" eine Burg gestanden. Diese Burg diente zum Schutz der Bürger gegen Angriffen des Wikinger, welche zu diesen Zeiten die nordeuropäischen Küsten angriffen. Der Name Domburg lässt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit von dem Namen der damaligen frühmittelalterlichen Niederlassung namens „Dünenburg“ herleiten. Noch heute erinnert das in unmittelbarer Nähe liegende Gebiet "Duinenburg" daran. Zu dieser Zeit gab es noch andere Burgen auf der Insel Walcheren. Die "Mittelburg" (Middelburg) und die "Südburg" (Souburg). In Oost-Souburg sind noch Reste der Mauerbefestigung des Südburg deutlich sichtbar. Auch der Ort Burgh auf der Insel Schouwen-Duiveland besaß eine Burg.

Kastell Westhove
Dieses Kastell stammt aus dem Mittelalter und war bis 1574 Landsitz des Abtes der Abtei Middelburg. Es wurde im Lauf der Jahre immer wieder verändert, ehe es im Jahre 1944 schwer beschädigt wurde. Nach dem 2. Weltkrieg erfolgte dann die Restauration des Kastells.

Zeeuws Biologisch Museum

Das Biologische Museum Zeelands ist in der Orangerie des Kastells “Westhove” untergebracht. Es informiert über die Flora und Fauna des Naturgebietes “De Manteling”. Und ist nicht nur für Kinder sehr schön anzusehen!

Rathaus


Das Rathaus wurde 1567 erbaut. Das Kuppeltürmchen wurde 1822 zwischen den beiden “Zijtrap”- Giebeln hinzugefügt. 1946 wurde das Rathaus restauriert.  

N.H. Kirche
Nach einem Brand im Jahre 1848 sind lediglich der Turm und etwas Mauerwerk des westlichen Seitenschiffes dieser Kirche aus dem 15. Jahrhundert übrig geblieben. Der Backsteinturm mit rund ausgebautem Treppenhaus und Gewölbekeller wurde wahrscheinlich gegen Ende des 14. Jahrhunderts gebaut. Die N.H. Kirche wurde 1956 restauriert.

Mühle Weltevreden
Die Kornmühle wurde 1817 errichtet. Die Bedienung erfolgt vom Erdboden aus, da das Korn oben im runden steinernen Bereich gemahlen wird (“Bovenkruier”). Die Mühle mit ihrem ursprünglichen Mahlwerk ist jeden Samstag zwischen 8.00 - 12.00 Uhr im Betrieb zu besichtigen. 1972 wurde die Kornmühle restauriert.

Badpavilion
Der Badpavillon ist eines der beeindruckendesten Gebäude des Badeortes Domburg. Dieser diente zur Entspannung der adeligen Gäste. Man konnte dort eine Runde Billard spielen, ausländische Zeitungen lesen oder einfach nur etwas trinken. Es wird noch oftmals als das Kurhaus (Scheveningen) von Domburg bezeichnet. Heute präsentiert sich dieses einst so imposante Gebäude trostlos, verlassen und äußerst baufällig. Der Badpavillon steht unter Denkmalschutz und soll komplett renoviert werden. Die Renovierung kann im Jahr 2004 beginnen, keinen Moment zu früh, da das monumentale Gebäude aufgrund der Schäden bei einem Sturm wie ein Kartenhaus einstürzen könnte.

Sehen Sie hier die Animation des geplanten neuen Badpavillons

Denkmal Dr. Joh. Mezger am Platz 't Groentje
Die Büste dient zur Erinnerung an Dr. Joh. G. Mezger (1838-1909), einen berühmten Arzt, der seine Patienten aus ganz Europa in den Sommermonaten in Domburg behandelte und so Domburg als Badeort im In- und Ausland bekannt machte.

Wohnhaus Jan Toorop
Auf den ersten Blick gibt das kleine Häuschen auf dem Domburger Markt nicht viel her. 2004 wird hier das Restaurant "De Walcherse Dolphijn" seine Pforten öffnen. Jedoch hat hier zu Begin des 20. Jahrhunderts Jan Toorop gewohnt. Die Anwesenheit dieses Malers zog viele andere berühmte Künstler an, z.B. Piet Mondriaan. Einzig und allein ein kleines Schild des ANWB erinnert heute noch daran, dass dieses Haus einmal Jan Toorop gehörte und von ihm bewohnt wurde.

Er verbrachte jedes Jahr einige Zeit in Domburg und brachte viele Künstler mit. Dazu zählte neben dem Maler Mondriaan auch der Schriftsteller Arthur van Schendel. In Domburg begann Mondrians expressionistischer Phase, die ihn später in New York und Paris berühmt machte. Auf der Route “Im Licht von Toorop und Mondriaan” können Sie den Spuren der Künstler folgen.

Wasserturm
Bei „Hoogduin“ in den Dünen gelegen finden Sie den Wasserturm. Er hat mit der Geschichte Domburgs nicht so viel zu tun, ist jedoch aufgrund seiner imposanten Erscheinung jedermann bekannt. Der Wasserturm wurde zum Druckaufbau und Druckausgleich für fließendes Wasser benötigt. Auch Städte wie Middelburg und Vlissingen besaßen Wassertürme. Der Wasserturm zu Domburg ist jedoch zum Glück den Projektentwicklern entkommen und steht daher heute noch.

 

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